Vermutlich
einem technischen Defekt fiel am Dienstagmorgen eines der ältesten
Häuser von Grunholz einem Brand zum Opfer. Beim Eintreffen der ersten
Einsatzkräfte stand der Dachstuhl in Vollbrand. Alarmiert wurden die
Abteilungen Grunholz, Luttingen Laufenburg, Rotzel, die First
Responder, der Fachberater THW sowie ein RTW zum Eigenschutz.
DRK-Kreisbereitschaftsleiter Christoph Dennenmooser koordinierte die
DRK Kräfte. Das Gebäude war zur Zeit nicht bewohnt, sollte aber in
ein paar Tagen bezogen werden. Bürgermeister Roland Wassmer und
Hauptamtsleiter Erich Lauber informierten sich beim Einsatzleiter vor
Ort über die Löscharbeiten.
Ein
grosser Vorteil war, dass vor dem Haus eine grosse Wasserleitung (200er)
vorbeiführt. Somit stellte die Löschwasserversorgung kein Problem dar.
Ein
Problem aber war die Stromversorgung der in dieser Strasse stehenden
Gebäude über Dachanschlüsse. Weil damit gerechnet werden musste, dass
die Oberleitungen über dem Gebäude durch die Flammen durchschmelzen und
zu Boden fallen, teilte der Einsatzleiter die Einsatzstelle in
drei Einsatzabschnitte ein. Einsatzabschnitt "Wasserversorgung" mit
Abschnittsleiter Matthias Rebholz, Einsatzabschnitt "Süd" mit
Abschnittsleiter Thomas Eckert und Einsatzabschnitt "Nord" mit Rolf
Tolksdorf. So musste niemand unter der Stromleitung arbeiten und es
führten auch keine Schlauchleitungen und Gerätschaften unter der
Leitung durch.
Nachdem
das Feuer unter Kontrolle war, versorgte der DRK Ortsverein Luttingen
die Helfer mit heissen Getränken und Brötchen. Zuerst konnte die
Abteilung Rotzel und später die Abteilung Laufenburg die Einsatzstelle
wieder verlassen.
Polizeibeamte
vom Revier Bad Säckingen und vom Posten Laufenburg waren fast die ganze
Zeit an der Einsatzstelle. Haupkommissar Franz Brüstle vom Posten
Laufenburg nahm die Ermittlungen auf.
Mitarbeiter
der Energiedienst machten die Oberleitung stromlos und kappten die
Drähte rechts und links des Gebäudes. Forstarbeiter Leber vom
Laufenburg Stadtforst brachte mit seiner Zugmaschine (Seilwinde)
das beschädigte Kamin kontrolliert zum Einsturz, damit das
Gebäude durch die Feuerwehr unter Atemschutz betreten werden.
Im Dachgeschoss befanden sich noch grosse Mengen Heu. Um das Heu richtig
ablöschen zu können, musste das Heu ins Freie gebracht werden.
Um Mannschaft und Gerät zu schonen, entschied sich die
Einsatzleitung den Ladekran des THW Laufenburg
mit seinem Polygreifer an die Einsatzstelle anzufordern. Der
THW-Fachberater Jonas Eschbach organisierte die Alarmierung der THW
Kräfte. Der Gruppenführer des Kranwagens, Tobias Hessel, wurde vom
Einsatzleiter eingewiesen. Teile des Dachstuhls und der Giebelmauer
mussten entfernt werden, damit die Arbeit beginnen konnten. Für das THW
war es kein Problem, mit dem Kran das Heu aus dem Dachstuhl zu
entfernen. Vor dem Brandobjekt standen zwei Trupps mit Strahlrohr
bereit, um das immer wieder aufflammende Heu vor dem Haus endgültig
ablöschen zu können.
Als
das Heu ausgeräumt war, wurde das ganze Gebäude mit der
Wärmebildkamera der Feuerwehr Albbruck nach Glutnestern abgesucht. Als
sicher war, dass das Feuer aus war, wurden die Fenster und die
Haustüren von der Feuerwehr verschlossen und mit einem Absperrband und
einem Schild wurde der Gefahrenbereich gekennzeichnet. Nach über 10
Stunden war der Einsatz somit zu Ende. |