Einsatzbericht der Feuerwehr Laufenburg
Datum: 20.11.2007
Alarmzeit:

05:42 Uhr

Einsatzstichwort: Brand gross - Dachstuhlbrand
Einsatzort: Luise-Bauer-Strasse in Grunholz
Alarmierte Abteilungen: Abteilungen Grunholz, Luttingen und Laufenburg
Einsatzende: 16:30 Uhr
Einsatzleiter: Stellv. Stadtkommandant Thomas Lamade

 

Fahrzeuge:

Fahrzeugbezeichnung
Funkrufname
Erläuterung
ELW 1
Florian Laufenburg 1 / 11
Einsatzleitwagen
TLF 16/25
Florian Laufenburg 1 / 23
Tanklöschfahrzeug
DLK 23-12
Florian Laufenburg 1 / 33
Drehleiter
LF 16/12
Florian Laufenburg 1 / 44
Löschgruppenfahrzeug
LF 16 Rotzel
Florian Laufenburg 6 / 44
Löschgruppenfahrzeug
LF 8 Rhina
Florian Laufenburg 2 / 41
Löschgruppenfahrzeug
LF 8 Luttingen
Florian Laufenburg 3 / 41
Löschgruppenfahrzeug
TSF Grunholz
Florian Laufenburg 8 / 47
Löschgruppenfahrzeug
MTW-FR
Florian Laufenburg 1 / 19
First Responder

 

Bericht:

Vermutlich einem technischen Defekt fiel am Dienstagmorgen eines der ältesten Häuser von Grunholz einem Brand zum Opfer. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl in Vollbrand. Alarmiert wurden die Abteilungen Grunholz, Luttingen Laufenburg, Rotzel, die First Responder, der Fachberater THW sowie ein RTW zum Eigenschutz. DRK-Kreisbereitschaftsleiter Christoph Dennenmooser koordinierte die DRK Kräfte. Das Gebäude war zur Zeit nicht bewohnt, sollte aber in ein paar Tagen bezogen werden. Bürgermeister Roland Wassmer und Hauptamtsleiter Erich Lauber informierten sich beim Einsatzleiter vor Ort über die Löscharbeiten.

Ein grosser Vorteil war, dass vor dem Haus eine grosse Wasserleitung (200er) vorbeiführt. Somit stellte die Löschwasserversorgung kein Problem dar.

Ein Problem aber war die Stromversorgung der in dieser Strasse stehenden Gebäude über Dachanschlüsse. Weil damit gerechnet werden musste, dass die Oberleitungen über dem Gebäude durch die Flammen durchschmelzen und zu Boden fallen, teilte der Einsatzleiter die Einsatzstelle in drei Einsatzabschnitte ein. Einsatzabschnitt "Wasserversorgung" mit Abschnittsleiter Matthias Rebholz, Einsatzabschnitt "Süd" mit Abschnittsleiter Thomas Eckert und Einsatzabschnitt "Nord" mit Rolf Tolksdorf. So musste niemand unter der Stromleitung arbeiten und es führten auch keine Schlauchleitungen und Gerätschaften unter der Leitung durch.  

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, versorgte der DRK Ortsverein Luttingen die Helfer mit heissen Getränken und Brötchen. Zuerst konnte die Abteilung Rotzel und später die Abteilung Laufenburg die Einsatzstelle wieder verlassen.

Polizeibeamte vom Revier Bad Säckingen und vom Posten Laufenburg waren fast die ganze Zeit an der Einsatzstelle. Haupkommissar Franz Brüstle vom Posten Laufenburg nahm die Ermittlungen auf.

Mitarbeiter der Energiedienst machten die Oberleitung stromlos und kappten die Drähte rechts und links des Gebäudes. Forstarbeiter Leber vom Laufenburg Stadtforst brachte mit seiner  Zugmaschine (Seilwinde) das beschädigte Kamin kontrolliert zum Einsturz, damit das Gebäude durch die Feuerwehr unter Atemschutz betreten werden. Im Dachgeschoss befanden sich noch grosse Mengen Heu. Um das Heu richtig ablöschen zu können, musste das Heu ins Freie gebracht werden. Um Mannschaft und Gerät zu schonen, entschied sich die Einsatzleitung den Ladekran des THW Laufenburg mit seinem Polygreifer an die Einsatzstelle anzufordern. Der THW-Fachberater Jonas Eschbach organisierte die Alarmierung der THW Kräfte. Der Gruppenführer des Kranwagens, Tobias Hessel, wurde vom Einsatzleiter eingewiesen. Teile des Dachstuhls und der Giebelmauer mussten entfernt werden, damit die Arbeit beginnen konnten. Für das THW war es kein Problem, mit dem Kran das Heu aus dem Dachstuhl zu entfernen. Vor dem Brandobjekt standen zwei Trupps mit Strahlrohr bereit, um das immer wieder aufflammende Heu vor dem Haus endgültig ablöschen zu können. 

Als das Heu ausgeräumt war, wurde das ganze  Gebäude mit der Wärmebildkamera der Feuerwehr Albbruck nach Glutnestern abgesucht. Als sicher war, dass das Feuer aus war, wurden die Fenster und die Haustüren von der Feuerwehr verschlossen und mit einem Absperrband und einem Schild wurde der Gefahrenbereich gekennzeichnet. Nach über 10 Stunden war der Einsatz somit zu Ende. 

   
Brandbekämpfung von Süden Die Führungskräfte beraten sich
   
Nur noch Aussenangriff möglich Befehle vom ELtr an den Gf für die Nordseite
   
Feuer unter Kontrolle - Rückbau der Einsatzkräfte Absprachen mit Polizei und THW
   
Abspannen der zwei angrenzenden Strommasten Abhängen der durch das Feuer zerstörte Leitungen
   
Zahlreiche Glutnester im Dachstuhl Ständige Rauchentwicklung
   
Der Brand wütete sichtlich bis ins Erdgeschoss Unvermeidbar waren solche Wasserschäden
   
Das gelagerte Heu wurde zum Problem Der landwirtschaftliche Teil von Innen
   
Was blieb war ein Haufen Ziegel Von der Nordseite liefen die Nachlöscharbeiten
   
Der Schlepper des Stadtforst rückte an Gezieltes Nachlöschen immer noch von Aussen
   
Die letzten Sekunden des Kamins Nun konnte gezielt gelöscht werden
   
Glutnester wurden beseitigt Ein Baum musste für die Aufräumarbeiten weichen
   
Der THW-Kran wurde in Stellung gebracht Das geborgene Heu wurde auf der Wiese abgelöscht
   
Gezieltes Baggern... ... mit dem Polygreifer
   

Bericht: Thomas Lamade

Fotos: Peter Schwindt, Polizei, ELW

Endlich fertig. Nun folgt das Aufräumen.