Einsatzbericht der FF Laufenburg
Datum: 09.08.2007
Alarmzeit:

04:40 Uhr

Einsatzstichwort: Hilfe klein - drohender Wassereinbruch
Einsatzort: Kellerwohnung des ehemaligen Rathaus Hauenstein
Alarmierte Abteilungen: Kommando, Kleinalarm Luttingen
Einsatzende: 08:10 Uhr
Einsatzleiter: Stellv. Stadtkommandant Thomas Lamade

 

Fahrzeuge:
   
   
Fahrzeugbezeichnung
Funkrufname
Erläuterung
ELW 1
Florian Laufenburg 1 / 11
Einsatzleitwagen
LF 8
Florian Laufenburg 3 / 41
Löschgruppenfahrzeug
GW-T
Florian Laufenburg 1 / 74
Gerätewagen-Transport
Radlader
Zimmerei Eschbach

 

Bericht:
 

Zu nachtschlafender Zeit alarmierte die Leitstelle in Waldshut aufgrund des Notrufes der Bewohner der Kellerwohnung im Hauensteiner Rathausgebäude die Feuerwehr. Der Rheinpegel stieg aufgrund des starken Niederschlags in der Schweiz durch den Zufluss der Aare sehr rasch. Als erstes vor Ort traf der Stellvertretende Stadtkommandant Thomas Lamade ein. Eine nahezu beängstigende Kulisse im Dunkel, der drohend rauschende und viel Treibholz mitführende braune Rhein. Erinnerungen an die Einsätze beim Jahrhunderthochwasser vom 12.05.1999 stellten sich ein. Damals stieg der Pegel Hauenstein (siehe Hochwasserzentrale Baden-Württemberg) auf 11,20 Meter an und überflutete die Untergeschosse einiger Wohnhäuser entlang des Rheins in Hauenstein. Mit über 10 Metern kam man dieser Marke gefährlich nahe.

Unter Zuhilfenahme des Radlers vom ortsabwesenden Abteilungskommandanten schafften die Luttinger Feuerwehrmänner zwei Paletten mit Sandsäcke heran, die sie vor dem Hauseingang zu einem Schutzdamm positionierten. Zudem wurde im angrenzenden Gasthaus Adler zusammen mit dem Wirt im Keller Gasflaschen in Sicherheit gebracht. Die zwei Bewohnerinnen des Untergeschosses wurden zur Betreuung an das DRK-Ortsverein Luttingen übergeben bis sich dann ab 7 Uhr die Ortspolizeibehörde um die Obdachlosen gewordenen kümmerten.

Feuerwehrkamerad Thomas Eckert, zugleich technischer Leiter der Stadtwerke, übenahm die Abschaltung des Stromes im Gebäude, um Unfallgefahren beim drohenden Wassereinbruch zu vermeiden. Das Inventar in der Wohnung wurde vorsorglich auch schon erhöht gelagert.

Ab 8 Uhr übernahm dann der Städtische Bauhof die Einsatzstelle und sicherte mit einer Schaltafel und mit einer Tauchpumpe die Wohnung weiter ab.

   
Bilder:
   
Die Sandsäcke sollen das steigende Rheinwasser ersteinmal abhalten Sehr schnell Stand das Wasser schon bis an die Gebäudemauern
   
Als es hell wurde, wurde einem das Ausmass richtig bewusst. Hier fährt kein Schiff mehr. Angezeichnet am Hausecken die 11.20m-Marke vom 12.05.1999
   
Die Bauhofmitarbeiter Andreas Ebner und Helmut Siebert sicherten den Eingang zusätzlich mit Platten Auch der "Löwe von Laufenburg" lag zwar ruhig, aber in unerreichbarer Höhe am steil aufzeigenden Steg
   
Der Zugang des Andelsbach-Bootsteg, an dem auch das Feuerwehrboot hängt, war überflutet Die Brücke über den sonst fast 2 Meter darunter fliessenden Andelsbach erinnerte eher an eine Schwimmbrücke
   
 
Und auch an den Rheinuferweg unterhalb der Altstadt grenzte der Rhein hautnah  

Fotos: Helmut Riemke

Bericht: Markus Rebholz