Zu
nachtschlafender Zeit alarmierte die Leitstelle in Waldshut aufgrund
des Notrufes der Bewohner der Kellerwohnung im Hauensteiner Rathausgebäude
die Feuerwehr. Der Rheinpegel stieg aufgrund des starken Niederschlags
in der Schweiz durch den Zufluss der Aare sehr rasch. Als erstes vor
Ort traf der Stellvertretende Stadtkommandant Thomas Lamade ein. Eine
nahezu beängstigende Kulisse im Dunkel, der drohend rauschende und
viel Treibholz mitführende braune Rhein. Erinnerungen an die Einsätze
beim Jahrhunderthochwasser vom 12.05.1999 stellten sich ein. Damals
stieg der Pegel Hauenstein (siehe Hochwasserzentrale
Baden-Württemberg) auf 11,20 Meter an und überflutete die
Untergeschosse einiger Wohnhäuser entlang des Rheins in Hauenstein.
Mit über 10 Metern kam man dieser Marke gefährlich nahe.
Unter
Zuhilfenahme des Radlers vom ortsabwesenden Abteilungskommandanten
schafften die Luttinger Feuerwehrmänner zwei Paletten mit Sandsäcke
heran, die sie vor dem Hauseingang zu einem Schutzdamm positionierten.
Zudem wurde im angrenzenden Gasthaus Adler zusammen mit dem Wirt im
Keller Gasflaschen in Sicherheit gebracht. Die zwei Bewohnerinnen des
Untergeschosses wurden zur Betreuung an das DRK-Ortsverein Luttingen
übergeben bis sich dann ab 7 Uhr die Ortspolizeibehörde um die Obdachlosen
gewordenen kümmerten.
Feuerwehrkamerad
Thomas Eckert, zugleich technischer Leiter der Stadtwerke, übenahm
die Abschaltung des Stromes im Gebäude, um Unfallgefahren beim drohenden
Wassereinbruch zu vermeiden. Das Inventar in der Wohnung wurde vorsorglich
auch schon erhöht gelagert.
Ab
8 Uhr übernahm dann der Städtische Bauhof die Einsatzstelle
und sicherte mit einer Schaltafel und mit einer Tauchpumpe die Wohnung
weiter ab.
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