Einsatzbericht der FF Laufenburg
Datum: 08.06.2004
Alarmzeit: 12:44 Uhr
Einsatzstichwort: Menschenrettung am Rhein
Einsatzort: Laufenburg
Alarmierte Abteilungen: Laufenburg
Einsatzleiter: Markus Rebholz

Fahrzeuge:

Funkrufname
Fahrzeugbezeichnung
S3
S4
S1
S2
Florian LFBG 1/23
TLF 16 / 25
00:00 Uhr
00:05 Uhr
01:00 Uhr
01:10 Uhr
Florian LFBG 1/44 
LF 16 
 
 
 
 
Florian LFBG 1/79
MZB 
 
 
 
 
Florian LFBG 2/41 
LF 8 Rhina
 
 
 
 
 Florian LFBG 1/11
 ELW 1
 
 
 
 

Lage beim Eintreffen:

Die Erkundung am Zoll war ergebnislos. Nach Rücksprache mit der Leitstelle gab es eine neue Meldung mit Einsatzstelle östlich des Rheinkraftwerkes. Der Einsatzleiter lenkte das LF 8 und das TLF über den Kraftwerkweg an das Rheinkraftwerk in Rhina und lies über die Leitstelle das Kraftwerk (Energiedienst) verständigen. Vom Rheinkraftwerk gibt es einen Zugang zum Rheinufer ober- und unterhalb des Rheinkraftwerkes zu Fuss. An das Rheinkraftwerk sind ebenfalls nachgerückt der ELW 1, der RTW und das NEF, sowie 2 Fahrzeuge der Polizei.
 
Das Technikteam des Energiedienstes öffneten uns sofort den Zugang auf das Wehr und besetzen mit 4 Mann mit dem Vizekommandant der Feuerwehr Laufenburg/CH ihr Betriebsboot zur Suche nach der Person vor dem Rheinkraftwerk.

 

Massnahmen:

Der Stellv. Stadtkommandant Markus Rebholz fuhr wie beim Stadtkommando üblich den deutschen Zoll direkt mit dem PKW an. Das LF 8 Rhina und das TLF 16/25 wurden zum Zoll beordert, das LF 16 wurde beauftragt, umgehend das MZB (Mehrzweckboot) einzusetzen.
 
Die Mannschaft vom LF 8 und TLF suchten das deutsche Rheinufer oberhalb des Rheinkraftwerkes zusammen mit der Polizei ab und bezogen Beobachtungsstellung auf dem Wehr und unterhalb des Rheinkraftwerkes, da mit dem schlimmsten gerechnet werden musste. Der Rhein führte immer noch Hochwasser. Zwei Wehre waren geschlossen und eines geöffnet. Vor diesem sogen zwei grosse, trichterförmige Strudel alles in die Tiefe, was angetrieben wurde.
 
Auf dem Stauwehr trafen dann Rettungsdienst, Polizei, Kraftwerkbedienstete und der Einsatzleiter Feuerwehr zusammen, um sich auszutauschen. Es gab eine Meldung, dass die Person bereits übers Wehr getrieben worden war und der Gruppenführer des MZB meldete, dass Kontakt mit Jugendlichen am Ufer unterhalb der Codman-Anlage aufgenommen wurde, bei denen es sich um die gesuchte/n Person/en handeln könnte, was noch definitiv abgeklärt werden musste. Dies erwies sich als richtig, woraufhin der Einsatz abgebrochen wurde und der Rettungdienst, die Polizei sowie der Einsatzleiter Feuerwehr die Codman-Anlage anfuhren.
 
Ursache für den Einsatz war, dass Jugendliche, die sich am Rheinufer ca. 500 Meter oberhalb des Rheinkraftwerkes in der Codmananlage aufhielten , in den Rhein abgerutscht sind und von der Strömung abgetrieben worden sind. Sie konnten sich, Gott sei Dank, rechtzeitig selbst retten.