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Truppmann Teil 1 Lehrgang in Laufenburg
20-05-2009


Für jede Feuerwehranwärterin und -anwärter ist der Kreislehrgang \"Truppmann-Ausbildung Teil 1\" der Einstieg in den Einsatzdienst. Der Lehrgang umfasst 70 Stunden in welchen folgende Themen behandelt werden: Rechtsgrundlagen, Technische Hilfeleistung, Fahrzeugkunde, Gerätekunde, Brennen und Löschen, Löscheinsatz sowie die Erste-Hilfe, speziell auf die Einsätze der Feuerwehr abgestimmt.
Im Durchschnitt besuchen jedes Jahr 120 Feuerwehranwärter den Lehrgang \"Truppmann-Ausbildung Teil 1\" im Landkreis Waldshut. Dieses Jahr wurde unter anderem Laufenburg als Ausbildungsstandort für einen solchen Lehrgang bestimmt.
Zum erten Ausbildungsabend trafen sich am Abend des 1. April drei Feuerwehrfrauen und 25 Feuerwehrmänner, entsendet von ihren Feuerwehren aus Bad Säckingen, Bernau, Görwihl, Herrischried, Ibach, Laufenburg und Murg, im Feuerwehrhaus Brunnenmatt. Lehrgangsleiter Andreas Höltmann, stellvertretender Stadtkommandant von Bad Säckingen, begrüßte die Teilnehmer und stellte sein Ausbilderteam vor. Stadtkommandant Markus Rebholz begrüßte ebenfalls die Teilnehmer und wünschte dem Lehrgang einen guten Verlauf. Danach übernahmen die Ausbilder Meik Römer aus Laufenburg und Jens Ohlson aus Bad Säckingen die Leitung, denn das Thema des ersten Abends war „Geräte zur Technische Hilfeleistung“, sowie die FwDV 13. Am folgenden Abend und Samstag mußten die Teilnehmer, unterstützt von den Ausbilder Thomas Schreyer und Thomas Lamade, die Theorie in die Praxis umsetzen.
Andreas Höltmann und Florian Pfeiffer hatten an einem Mittwochabend das Thema Rechtsgrundlagen und Organisation einer Feuerwehr.
Der Ausbildungsbereich „Erste Hilfe“ nimmt zirka 16 Stunden der insgesamt 70 Stunden ein. Die Anwärterinnen und Anwärter lernen dabei auch den Umgang mit der Schaufeltrage und derVakuummatratze, das Beatmen mit Beatmungsbeutel, die Herz-Lungen-Wiederbelebung in der Ein- und Zwei-Helfer-Methode, die verschiedenen Fahrzeuge des Rettungsdienstes, usw. Fünf Ausbilder, Roland Weber vom Malteser Hilfsdienst, Hans Walter Mark, Martin Gossler und Michael Ebner von dem DRK und Thomas Lamade von der Feuerwehr, bildeten den Bereich „Retten“ aus.
Feuerwehrfahrzeuge war das Thema von Kreisausbilder Christian Dröse aus Herrischried und Klaus Boenke aus Görwihl. Ein Truppmann muss hierbei nicht nur die Kurzbezeichnungen, sondern auch die Beladung der Fahrzeuge kennen.
Das Beherrschen von verschiedenen Knoten und das Sichern von Personen ist ein Muss für einen Feuerwehrmann bzw. -frau. Florian Pfeiffer und seine Ausbilderkollegen Nicola Bibbo aus Wehr und Martin Chmel aus Görwihl zeigten den Lehrgangsteilnehmern wie die Knoten und Stiche gebunden werden.
Fast wie im Chemieunterricht ging es beim Thema „Brennen und Löschen“ zu, an dem auch die „Brandklassen“ und die verschiedenen „Löschmittel“ behandelt wurden. Anhand von Versuchen zeigte Andreas Höltmann, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um ein Feuer zu entzünden.
Der größte Ausbildungsabschnitt nimmt die klassische Aufgabe der Feuerwehr, die Brandbekämpfung, ein. Sämtliche Möglichkeiten einen Löschangriff durchzuführen wurden praktisch geübt, z. B. das Antreten hinter dem Fahrzeug, das Löschen mit einem B-Rohr, der Löschangriff über die Steckleiter, das Löschen mit Schaum und auch die Unfallverhütung wurden thematisiert.
Ein Thema das bei der Feuerwehrausbildung immer mehr an Bedeutung gewinnt ist das Verarbeiten von belastenden Einsätzen, bei denen z. B. Personen schwer verletzt waren oder sogar an der Einsatzstelle verstorben sind. Wie geht ein Helfer im Einsatz mit solchem Stress um? Thomas Lamade und Andreas Höltmann waren die Ausbilder bei diesem Ausbildungsabend.
Am letzten Samstag des Lehrgangs wurden die Lehrgangsteilnehmer an drei Stationen praktisch geprüft. An der ersten Station wollte Ausbilder Michael Ebner sehen, wie die angehenden Feuerwehrleute einen PKW-Fahrer und seinen Beifahrer patientengerecht durch die Hecköffnung retteten. An der Station 2 musste eine Person vom Parkdeck in der Schleifkorbtrage auf die Strasse abgeseilt werden. Eine Person nach einem Sturz in einen Kellerschacht mit Verdacht auf eine Wirbelverletzung wurde an der dritten Station gerettet. Unter Anleitung von Notarzt Marcel Köhler wurde mit der Schaufeltrage die Person aufgenommen und auf die Vakuummatratze umgelagert. Unterstützt wurde die Praktische Prüfung durch die Bereitschaft des DRK OV Laufenburg unter der Leitung von Bereitschaftsleiter Cornel Zöpfgen, der auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Laufenburg ist. Das DRK übernahm die Verletzten an den drei Stationen und versorgten sie weiter. Die drei Statisten wurden vom Jugend-Rotkreuz Laufenburg gestellt und auch verletzungsgerecht geschminkt. Von 12 bis 13 Uhr wurde der Unterrichtsraum im Feuerwehrhaus zum Prüfungssaal, wo das erlernte Wissen schriftlich abgefragt wurde.
Nach sechs Wochen Truppmann1-Lehrgang waren alle Lehrgangsteilnehmer und Kreisausbilder froh über das erfolgreiche Lehrgangsende. Was nun folgt ist das Erlernte in der Truppmann-Ausbildung Teil 2 im Einsatz- und Übungsdienst bei der eigenen Feuerwehr zwei Jahre lang anzuwenden und auszubauen, ehe dann eine nochmaliger praktische Prüfung die Truppmann-Ausbildung endgültig abschließt.
In dieser Zeit können die Teilnehmer der Truppmann1-Ausbildung jedoch die Sprechfunkerausbildung sowie die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger schon besuchen.
Die Feuerwehr Laufenburg wünscht allen Lehrgangsabsolventen viel Erfolg auf ihrem weiteren Weg bei der Feuerwehr und stets einen unfallfreien Einsatz- und Übungsdienst.
































Bericht von: Thomas Lamade
Fotos von: Thomas Lamade



Bilder und Text (C) 2009 Feuerwehr Laufenburg (Baden)