Zunächst
entdeckten die zwölf Damen im Rahmen des Damenprogramms erstmal
wo sich unsere Leitstelle überhaupt befindet. In einer kleinen
Seitenstrasse in der Schmittenau erkannten wir sie dann aber sofort,
die Antennen und Funkmaste waren nicht zu übersehen. Wir wurden
von Patrick Frey, dem stellvertretenden Leiter der Integrierten Leitstelle
herzlich begüsst.Wir mögen ihm auf den ersten Blick
etwas schüchtern vorgekommen sein, denn nicht nur das Getränkeangebot wurde
zunächst ignoriert, auch die Fragen hielten sich anfangs
in Grenzen. Wen wundert's, denn immerhin verbringen auch Feuerwehrfrauen
recht viel Zeit mit den Stimmen aus den Funk- und Meldegeräten und
viele Grundsätzliche Dinge sind uns durch die Arbeit unserer Männer
nicht ganz fremd. Wir wollten die Anlage und die Leute eigentlich vor
allem mal sehen und so auf eine andere Art kennen- und verstehenlernen.
Als wir vom allgemeinen einführenden Teil im Stabsraum dann rüber
in das eigentliche Herzstück wechselten, bemerkte hoffentlich auch
Patrick unsere Begeisterung. Er erklärte die Abläufe und Möglichkeiten
anhand von vielen kleinen Beispielen, die er jedoch immer kurz vor dem
Klick auf den Button "alarmieren" mit dem Satz "so, das
machen wir jetzt aber nicht" abbrach. Unsere Bitte, mal einen kleinen
Alarm für unsere Männer rauszulassen, lehnte er leider ab,
auch als wir ausdrücklich anboten, dass er das nicht verantworten
müsse, er muss nur eingeben und wir drücken den entsprechenden
Knopf. Na gut, müssen wir unsere kleinen Neckereien halt weiterhin
zu Hause austragen und nicht die Leitstelle dazu benutzen. Nachdem wir
nun unser bereits vorhandenes Wissen mit dem nun Gesehenen verbinden
konnten, kamen bei der abschliessenden Fragerunde dann auch die
Dinge zur Sprache und auch der Durst meldete sich. Patrick schloss die
Führung mit vielen kleinen Anekdoten oder Erläuterungen aus
der Praxis, die zumindest für meinen Geschmack, das Interessanteste
des Abends bildeten, nämlich zu erkennen was hinter den ruhigen
Stimmen am Funk steckt, was im Hintergrund abläuft und mit wievielen
kleinen Details, Erfahrungen oder Kenntnisse es diese Disponenten in
der Hand haben, das Beste aus einer Sitution zu machen und dies oft in
einer Weise, bei der man sich eingestehen musste "stimmt, das ist
gut und darauf wäre ich nicht sofort gekommen". Danke
an Patrick Frey für die Führung und Thomas Lamade und
Markus Rebholz für die Organisation.
Bericht:
Anita Eckert |