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Die Truppmann 2 Ausbildung bei der Feuerwehr Laufenburg

Im Mai 2003 begann die Feuerwehr Laufenburg mit der Truppmann2 Ausbildung auf Standortebene, der ganze Lehrgang umfasst ca. 80 Stunden verteilt auf 2 Jahre.
 
Die Themen wurden von Markus Rebholz und dem Kreisausbilder Thomas Lamade in Modulen zusammengefasst und an einem Vorbereitungsabend an interessierte Zug- und Gruppenführer aus der Gesamtfeuerwehr ausgegeben. Die so gebildeten Ausbildergruppen hatten nun die Aufgabe sich zusammenzusetzen und an Hand des Lernzielkatalogs sich vorzubereiten und einen genauen Ausbildungsplan für ihren Themenbereich zu erstellen.
 
Den ersten Ausbildungsabend übernahmen Stadtkommandant Dr. Egger Büssing und Oberbrandmeister Erich Lauber, Hauptamtsleiter der Stadt Laufenburg, mit dem Thema „Rechtsgrundlagen und Organisation der Feuerwehr Laufenburg“.
 
Die Kameraden Andreas Ebner und Michael Rupp hatten das Thema „Gefahren der Einsatzstelle“. Brandmeister Andreas Ebner zeigte in seiner Zimmerei, mit welchen Gefahren beim Brand eines holzverarbeitenden Betriebes zu rechnen ist. Michael Rupp Leiter der Arbeitsgruppen „Einsatzpläne“ erläuterte an verschiedenen Beispielen den Aufbau der Einsatzpläne und das Vorgehen im Einsatzfall nach Alarmplan.
 
Grosser Wert wurde auf praktische Übungen gelegt, die hauptsächlich samstags durchgeführt wurden. Die Kosten für die Verpflegung übernahm die Stadt. Auf dem Gelände des THW Laufenburg konnte das Thema „Knoten und Selbstrettung“ am Übungsturm realistisch geprobt werden.
 
Viel Schweiss wurde im Stadtteil Rotzel bei der Wasserförderung über lange Wegstrecken vergossen. Gruppenführer aus den Abteilungen Hochsal und Rotzel unter der Leitung des Abt. Kdt. Günter Wehrle planten und leiteten dieses Thema.

Ideale Voraussetzungen für das Üben mit Schaum bietet der Bauhof der Stadt Laufenburg. Dort stehen neben den geeigneten Platzverhältnissen auch die Möglichkeiten der Wasserentnahme aus einem Bach und einem Überflurhydranten zur Verfügung. Der Abt. Kdt. Werner Mierau und seine beiden Gruppenführer Werner Huber und Urs Schlageter aus Binzgen demonstrierten nicht nur das Löschen mit Schaum, sondern wiederholten auch noch einmal die Aufgabenverteilung der einzelnen Trupps bei einem Löschangriff.

Feuerwehrbootsführer Rolf Tolksdorf zeigte, dass man nicht Zug- oder Gruppenführer sein muss, um ein Thema interessant zu vermitteln. Er informierte über die Einsatzmöglichkeiten und die Unfallverhütung bei Arbeiten an und auf dem Wasser sowie die Vorarbeiten bis das Boot im Wasser ist. Natürlich durfte jeder Lehrgangsteilnehmer einmal an das Ruder und Tolksdorf fuhr den Einsatzbereich des MZB Laufenburg von Hauenstein bis zum Kraftwerk Laufenburg ab.

 

Wie das Leben eben so spielt, wurde der Lehrgang während des Mittagessens zu einem Flächenbrand im Stadtteil Luttingen gerufen. Unter der Leitung der Gruppenführer Berger und Schlageter war der Brand von dem Lehrgang bereits gelöscht bis weitere Kräfte eintrafen.

Erfreulich ist, dass sich viele Kameraden, die über eine grosse Einsatzerfahrung verfügen, bereiterklärt haben, die Ausbildung zu unterstützen, so auch Hanjo Eckert und Roland Stiegeler. Ihr Thema war die Drehleiter. Sie zeigten wie die Leiter vorbereitet wird für eine Personenrettung mit der Krankentrage oder wo der 30 Meter B-Schlauch auf der Drehleiter liegt und wie er auf dem Leiterpark verlegt wird. Auch an diesem Samstag blieben keine Fragen offen.

Der letzte Samstag vor der Halbzeit war eine Zusammenfassung der ganzen Module. Es wurden Leitern gestellt, es wurde ein Flüssigkeitsbrand mit Schaum bekämpft, es wurde eine Person über die Drehleiter aus einem 3. OG gerettet und die Abt. Rotzel simulierte einen Verkehrsunfall bei dem ein Fahrradfahrer unter einen PKW eingeklemmt war und gerettet werden musste. Zum Schluss liess man die erste Halbzeit mit einem Vesper ausklingen.
Im Neuen Jahr wurde der Lehrgang durch 6 neue Mitglieder verstärkt.
 
Im Gerätehaus Brunnenmatt wurden die verschiedenen Möglichkeiten der Überdruckbelüftung theoretisch und praktisch mit Abt. Kdt. Torsten Amann durchgespielt.
 
Vier Abende nahm das Modul „Retten“ in Anspruch, als Ausbilder standen uns hierfür aus unserer First Responder Gruppe die Ärztin Margret Heilman und die Gruppenführer Matthias Rebholz und Christoph Ruch, beide haben ihren Zivildienst beim Rettungsdienst gemacht, zur Verfügung. An drei Abenden wurde ein EH-Taining durchgeführt und am letzten Abend wurde der Lehrgang von dem Leiter der First Responder Laufenburg, Winfried Buresch, und seiner Stellvertreterin Betty Hausmann über die Arbeit und die verschiedenen Einsätze der Gruppe informiert.
 
Ende 2004 werden die ersten Truppmann 2-Absolventen aus Laufenburg ihre Prüfung in Waldshut ablegen.

Bericht: Thomas Lamade